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Schon gewusst? Fakten über Elektroautos

Elektroautos sind alltagstauglich und in aller Munde. Immer mehr Autofahrer interessieren sich für elektrisch betriebene Fahrzeuge. Vieles ist mittlerweile bekannt über die zeitgemäße Antriebsart, aber alles? Testen Sie ihr Wissen beim Blick auf eher unbekannte Fakten und Fun Facts

Lesedauer

4 min

Datum

07.02.2022

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Übersicht

Elektroautos sind so populär wie noch nie. Leise und umweltschonend, modern im Design. Elektrofahrzeuge sind hip und machen immer mehr Menschen neugierig. Viele haben sich intensiv mit den Fakten rund um diese Fahrzeugart beschäftigt und interessieren sich nun für einen Kauf. Subventionen durch die Bundesregierung erleichtern oftmals eine Entscheidung zum Kauf. Rund um elektrische Fahrzeuge gibt es viele Erfolgsgeschichten zu erzählen. Die Faktenlage ist eindeutig: Die Technologie ist so weit, dem Verbrennungsmotor ernsthaft Konkurrenz zu machen und diesen in naher Zukunft abzulösen. Allerdings kursieren immer noch viele Unwahrheiten rund um das E-Auto im Netz (Interessant in diesem Zusammenhang: Die 5 häufigsten Elektroauto-Mythen im Reality-Check)


Daneben gibt es etliche weitere weniger bekannte Fakten, die allerdings nicht minder interessant sind. So gibt es Elektroautos bereits viel länger als man zunächst vermuten mag. Genau genommen wurden sie erfunden, bevor der Verbrennungsmotor die dominierende Kraft im Verkehr wurde. So wurde das erste Fahrzeug mit elektrischer Antriebsart bereits 1832 von Robert Anderson erfunden. Hier handelte es sich jedoch um ein eher rudimentäres E-Fahrzeug. Besser machte es 1884 der Brite Thomas Parker. Er entwickelte ein Elektrofahrzeug, dem es zur Serienfertigung gereicht hätte. Obwohl diese Fahrzeugart in England sehr verbreitet war, konnte sich die Erfindung dennoch gegenüber gasbetriebenen, später Verbrennungsmotoren nicht durchsetzen. Doch warum hat es dann so lange gedauert, bis sich Elektroautos ernst zu nehmend ins Rampenlicht spielen konnten?

Rasante Faktenlage

Dazu bedarf es eines weiteren Blickes in die Geschichtsbücher: Der anfängliche Erfolg der Elektrofahrzeuge ließ zu Beginn des 20. Jahrhunderts nach. Sie wurden letzten Endes von benzinbetriebenen Fahrzeugen überholt. Zum Erfolg dieser Antriebsart trugen viele Faktoren bei: die Entdeckung großer Erdölvorkommen, Verbesserungen der Straßeninfrastruktur, die Langstreckenfahrten ermöglichten, Fortschritte in der Verbrennungstechnik und die Einführung der Massenproduktion von Benzinautos dank einem gewissen Henry Ford. Der Elektromotor hinkte fortan in der Entwicklung hinterher, verschwand jedoch nicht. Machen wir einen Zeitsprung. 


Wirft man einen in den Annalen der Elektroautos, fällt einem der Nissan Leaf auf. Fakten weisen auf eine enorme Beliebtheit des japanischen Autos hin. Beachtliche 300.000 Mal wurde das Ende 2010 auf den Markt gebrachte E-Auto bislang weltweit in über 35 Ländern verkauft. Eine Ablösung des in die Jahre gekommenen Fließheck-Designs soll in naher Zukunft erfolgen. Produziert wird der elektrisch angetriebene Nachfolger dann im britischen Sunderland.


Zu den Fakten zählt auch, dass es bestimmter Modelle und toller Designs bedurfte, um die Autofahrer weltweit endgültig von Elektroautos zu überzeugen. Ganz vorne weg fährt Tesla, aber auch deutsche Autohersteller wie Audi und Porsche können in der Käufergunst überzeugen. Und Elektrofahrzeuge überzeugen vom Start weg mit tollen Fakten. So ist die Beschleunigung dank des sofortigen vollen Drehmoments beachtlich. Wenn wir uns die nackten Fakten des Zukunftsmodells Tesla Roadster schauen, bedeutet das in Geschwindigkeit ausgedrückt: Eine Beschleunigung von 0 auf 100 in sagenhaften 2,1 Sekunden. Der futuristisch designte E-Bolide kann dabei mit einer Höchstgeschwindigkeit von 400 km/h bei einer Reichweite von 1.000 Kilometern aufwarten. Knallharte Fakten eines zukünftigen Elektroautos, denn noch ist der heiß begehrte Wagen nur vorbestellbar. 2023 soll er erhältlich sein. 

Elektrisch auf dem Mond unterwegs

Faktisch ist die Renault-Nissan-Allianz der wichtigste Akteur auf dem Markt für Elektrofahrzeuge. Seit 2018 ist dieser Autoherstellerverbund der weltweit führende Hersteller von Plug-in-Elektrofahrzeugen. Seit 2010 verkaufte die Allianz weltweit mehr als 500.000 E-Fahrzeuge. Zu dem Verbund gehört mittlerweile auch die japanische Marke Mitsubishi. Die meistverkauften Fahrzeuge dieser Allianz sind der bereits erwähnte Nissan Leaf sowie der Renault Zoe.


Der Anteil an batterieelektrischen Autos (BEVs) in Deutschland ist laut dem „Electromobility Report" des Center of Automotive Management (CAM) in Bergisch Gladbach weiter angestiegen. Von den etwa 2,65 Millionen Neuzulassungen im Jahr 2021 entfallen danach rund 350.000 auf Elektrofahrzeuge. Der Marktanteil hat sich somit gegenüber dem Vorjahr fast verdoppelt und stieg von 6,7 auf 13 Prozent an. 


Wie sieht es mit weiteren Fakten aus? Elektroauto ist schließlich nicht gleich Elektroauto. Die E-Fahrzeuge unterscheiden sich in Aufbau und Funktionsweise. Die drei herkömmlichsten Arten sind: das reine Elektroauto, der Range Extender und der Plug-In-Hybrid.

Abschließend ein paar Fun Facts rund um Elektroautos:

  • Auf dem Mond stehen drei Elektrofahrzeuge. Die Lunar Roving Vehicles sind Überbleibsel der Apollo-Missionen aus den 1970er-Jahren.
  • Der Toyota Prius ist 1997 das erste in Serie angefertigte Hybrid-Fahrzeug.
  • 2006 geht Tesla im Silicon Valley an den Start und verkündet zukünftige E-Autoreichweiten von über 300 Kilometer.
  • Eine amerikanische Umfrage aus dem Jahr 2020 ergab, dass 96 % der aktuellen Elektrofahrzeugbesitzer ein weiteres E-Auto kaufen oder leasen würden.