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Kinder im Auto richtig sichern

Kinder müssen beim Autofahren vernünftig gesichert sein. Dabei ist es egal, ob es sich um kurze Wegstrecken oder längere Fahrten mit dem Auto handelt. Doch wie werden Babys und Kleinkinder richtig gesichert und welche Sicherungssysteme können bei älteren Kindern verwendet werden?

Lesedauer

3 min

Datum

02.02.2022

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Übersicht

Die Krux bei der richtigen Sicherung von Kindern im Auto liegt, wie so häufig bei technischen Dingen, im Detail. Sobald es um Sicherheit im und am Fahrzeug geht, ist jedoch größtmögliche Aufmerksamkeit geboten. Vor allem, wenn es um die Sicherheit von Kindern als Mitfahrer geht. Immer wieder tauchen Fragen rund um die Befestigung von Kindersitzen und Altersgrenzen auf, die wir nachfolgend gerne beantworten möchten. 

Zunächst einmal beruhigend: Es sind keine komplizierten technischen Abhandlungen zu wälzen, um Babys und Kinder richtig gesichert im Auto mitzunehmen. Dabei entscheiden oftmals Kleinigkeiten über richtig oder falsch. Eine falsche Handhabung kann jedoch schwerwiegende Folgen haben. Sind beispielsweise Sicherungssysteme, wie ein 3-Punkt-Sicherheitsgurt, nicht richtig eingerastet oder Kinder grundsätzlich falsch angeschnallt (z. B. Becken- und Schultergurt vertauscht), besteht im Fall eines Unfalls kein ausreichender Schutz für die Kleinsten. Wichtig zu wissen: Sicherungsmethoden und -arten unterscheiden sich je nach Alter der mitfahrenden Kinder. Schauen wir uns die Details an. 

Klare Regeln für sicheres fahren

Grundsätzlich schildert der Gesetzgeber in der STVO (Straßenverkehrsordnung) die Sachlage eindeutig und hat somit klare Regeln festgeschrieben, bis wann Kinder in einem Kindersitz mitfahren müssen. Dabei wird zunächst nicht unterschieden, ob es sich um eine Sitzschale oder eine Sitzerhöhung handelt. So gilt, Kinder bis zum Erreichen des zwölften Lebensjahres oder einer Körpergröße von mindestens 150 Zentimeter müssen in einem Kindersitz oder einer Schale sicher angeschnallt werden. Für Kinder die zwar bereits 12 Jahre alt sind, aber noch kleiner als die vorgesehenen 150 Zentimeter, empfehlen Experten wie der ADAC, dennoch die Nutzung eines Kindersitzes mit Rückenschale. Die Folgen einer blossen Sicherung durch Dreipunktgurte bei zu geringer Körpergröße können im Falle eines Unfalls fatal sein.

Babys und kleine Kinder müssen während der Autofahrten in Babyschalen transportiert werden. Die Schalen selbst werden durch den Sicherungsgurt oder die Rastarme eines Iso-Fix Sicherungssystems mit dem Auto zuverlässig verbunden und somit gesichert. Isofix verbindet Kindersitze direkt mit der Karosserie des Autos. Ob Sie ein Isofix-System bereits an Bord haben, kann leicht überprüft werden:  entsprechende Vorrichtungen befinden sich zwischen Sitzfläche und Rücklehne der Rückbank Ihres Fahrzeuges und sind mit einem Kindersitz sowie einem ‚i‘ als Symbol gekennzeichnet. 

Die Kleinkinder selbst werden durch einen sogenannten Hosenträgergurt in der Schale gehalten. Beim Anschnallen von kleinen Kindern sollten Sie darauf achten, die Gurte so eng wie möglich am Körper anzulegen und den Verschluss abschließend richtig einrasten zu lassen. Sicherheitshalber alles zweimal überprüfen. Grundsätzlich sind Kinder auf der rechten Seite des Rücksitzen Ihres Fahrzeuges am sichersten aufgehoben. Unser Tipp: Lassen Sie sich beim Kauf eines Kindersitzes auch in Sachen richtiges Befestigen im Auto eingehend beraten. 

Sitzschale rück- oder vorwärtsgewandt?

Was anmutet wie eine philosophische Frage zum Thema Sicherheit beim Transport von Kindern im Auto, ist in Wahrheit eine reine Sicherheitsfrage. Kinder bis zum Alter von 15 Monaten sollen laut ADAC immer rückwärtsgewandt, in einem sogenannten Reborder, im Auto transportiert werden. Kinder sollten jedoch niemals mit dem Rücken zur Fahrtrichtung und einem eingeschalteten Airbag auf dem Beifahrersitz mitgenommen werden. Hier wäre unser nächster Sicherheits-Tipp: Sollten Sie unsicher sein, am besten die Bedienungsanleitung zum Einbau Ihres Kindersitzes genau durchlesen. 

Ältere Kinder hingegen möchten am liebsten so schnell es geht ohne Sitzschale im Auto mitfahren. Sie fühlen sich dann größer und erwachsener. Als Orientierung dienen hierbei die bereits angesprochenen Sicherheitsempfehlungen wie Körpergröße und Alter und ein Körpergewicht bis 36 Kilogramm. Experten empfehlen jedoch auch bei größeren Kindern eine Sitzerhöhung so lange wie möglich zu verwenden, zudem mit passender Rückenschale. In den Unterlagen zu Ihrem Kindersitz finden Sie entsprechende Hinweise. 

Eine nicht ganz unwichtige zusätzliche Information: Verantwortlich für die richtige Sicherung der kleinen Mitfahrer ist im Übrigen immer der Fahrer des jeweiligen Autos. Wir würden empfehlen, auch für spontan mitfahrende Kleinkinder immer eine Sitzschale im Kofferraum dabei zu haben, um so für die entsprechende Situation vorbereitet zu sein und die notwendige Sicherheit gewährleisten zu können.