Die schönste Roadtrips und Ausflugsziele in Westdeutschland

In Westdeutschland lässt sich in kurzer Zeit besonders viel entdecken. Dies liegt daran, dass gerade im Ruhrgebiet viele Sehenswürdigkeit nah beinander liegen und das Gebiet infrastrukturell gut erschlossen ist

1. Industriecharme auf der Route durch das Ruhrgebiet

Wer einmal in die Tiefen des Ruhrgebietes eintauchen und sich anschauen will, welche Industrien im vergangen Jahrhundert das Rückgrat Deutschlands waren, ist auf der Ruhrgebietstour richtig aufgehoben. Besonders Hobbyfotografen werden hier auf ihre Kosten kommen. Der Ausflug beginnt am Landschaftspark Duisburg Nord: Auf dem Gelände der ehemaligen Meidereicher Eisenhütte gibt es viel zu entdecken und auch Sportfans können sich hier dem Klettern oder Tauchen widmen. Daher sollte man für den ersten Stop der Route mindestens einen halben Tag einplanen. 


Im Anschluss geht es weiter in das Gasometer in Oberhausen. Hier kann man die wechselnden Ausstellungen besuchen und anschließend sogar noch einen Shopping-Abstecher in das Centro Oberhausen einlegen. 


Das dritte Ziel des Roadtrips ist die Zeche Zollverein: ein Welterbe der UNESCO. Mit ein wenig Kreativität kann man sich wunderbar vorstellen, wie hier in der Mitte des 20. Jahrhunderts Steinkohle gefördert und Koks veredelt wurde. Heute ist die Zeche stillgelegt und die Natur holt sich die alten Gemäuer Stück für Stück zurück. 


Die letzte Etappe führt zum Phoenix See in Dortmund. Auf diesem Gebiet stand einmal die Hermannshütte. Das zuvor brachliegende Gebiet wurde in einem umfassenden Infrastrukturprojekt in ein Wohn- und Naherholungsgebiet umgewandelt, welches als Vorzeigeprojekt des Strukturwandels im Ruhrgebiet gilt.


Der Roadtrip ist mit einer Länge von knapp 70 Kilometern wunderbar innerhalb kürzester Zeit erkundbar. Allerdings lohnt es sich, mindestens zwei Übernachtungen einzuplanen, denn es gibt genug zu entdecken.



2. Die historische Route: von Mainz nach Köln

Für Geschichtsinteressierte lohnt sich die Route von Mainz nach Köln besonders. In Mainz lassen sich im Gutenberg Museum zwei Exemplare der Gutenberg Bibel bestaunen. Außerdem gibt es hier Führungen mit tiefgehenden Erklärungen zur Erfindung des Buchdrucks.


Der zweite Zwischenstopp des Ausflugs ist das Kloster Eberbach im Rheingau. Das Kloster wurde 1136 gegründet und gilt als eines der bedeutendsten Kunstdenkmäler Europas. Besondere Bekanntheit erlangte das Kloster durch den Film “Der Name der Rose”, welcher vor Ort gedreht worden ist. Besonders für Filmfans lohnt sich die jährliche Vorstellung der Geschichte in der Basilika am dritten Septemberwochenende jeden Jahres. 


Anschließend führt die Route weiter an das Deutsche Eck in Koblenz. Neben einem wunderschönen Ausblick über Mosel und Rhein lässt sich hier auch das geschichtsträchtige Reiterstandbild des Kaisers Wilhelm I. aus dem Jahr 1897 bewundern.


Die historische Route durch Deutschlands Westen endet am Kölner Dom, einem Weltkulturerbe und der meistbesuchten Sehenswürdigkeit Deutschlands.


Die Strecke ist ungefähr 210 Kilometer. Optimalerweise sollte man für jedes Ziel einen Tag einplanen.

3. Von Münster über Hameln nach Hannover

Eher weniger bekannt, aber dennoch sehenswert ist die Route von Münster nach Hannover. In Münster lohnt sich eine Besichtigung der St. Lamberti Kirche. Besonders schaurig ist hier die Geschichte der drei im Turm befestigen Eisenkörbe. Aber auch sonst besticht Münster mit einem tollen Wochenmarkt und einer lohnenswerten Altstadt. 


Die Route führt anschließend zum Schloss Hämelschenburg bei Hameln. Hierbei handelt es sich um ein wunderschönes Wasserschloss, welches ein Museum beherbergt. 2012 wurde hier auch ein Märchen der Gebrüder Grimm verfilmt. 


Abschließend geht es zu einem letzten Stopp nach Hannover, einer Stadt, die mehr zu bieten hat, als man zunächst annehmen würde: das neue Rathaus, die Altstadt und die Herrenhäuser Gärten sind eine kleine Auswahl von spannenden Ausflugszielen. Und wer nach der Reise genug von Kunst und Kultur hat, kann auch hier die Seele beim Shoppen baumeln lassen.


Die Route ist 231 km lang und eignet sich somit bestens für einen ausgedehnten Wochenendtrip.