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Auto privat verkaufen: Was ist zu beachten?

Beim privaten Verkauf eines Autos lässt sich ein besserer Preis erzielen. Um möglichen Fallstricken aus dem Weg zu gehen und sich unnötigen Ärger zu ersparen, lohnt es sich, eine Checkliste anzulegen

Lesedauer

4 min

Datum

01.03.2022

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Deine Checkliste für den reibungslosen privaten Autoverkauf

Die Entscheidung ist gefallen, Du möchtest Dein Auto verkaufen. Doch bevor es zum Vertragsabschluss mit einem Interessenten kommt, solltest Du auf ein paar wesentliche Dinge achten. Dies dient nicht nur einem reibungslosen Ablauf, sondern hilft, den optimalen Preis zu erzielen. Grundsätzlich lässt sich beim privaten Verkauf ein höherer Preis erzielen als beim Händler. Allerdings muss der Verkäufer dafür auch ein paar Dinge im Vorfeld erstellen. Nachfolgend eine kurze Checkliste für einen reibungslosen Ablauf.

Gebrauchtwagenverkauf Checkliste

Ganz klar, ein frischer TÜV wirkt Wunder in Sachen Verkaufspreis. Ein Check in der Werkstatt des Vertrauens hat zudem den Vorteil, dass technische Mängel behoben werden, das Fahrzeug in einen verkaufsfähigen Zustand gebracht wird. Bei diesem Thema wäre man somit auf der sicheren Seite. Regelmäßig durchgeführte Inspektionen unterstützen die „frische“ Plakette und einen guten Verkaufspreis des Autos.

Für eine erste Einschätzung frage ruhig bei einem Händler nach. Im Internet lässt sich die Recherche zum richtigen Verkaufspreis fortsetzen. Einige Portale bieten eine kostenlose Einschätzung an. Setze Dir neben einem Einstiegspreis auch eine Schmerzgrenze.

Der Gesamteindruck zählt. Was nützt eine frische TÜV-Plakette, wenn das Auto innen vermüllt ist? Von außen und innen wienern bis es wieder glänzt und glitzert, wäre eine klare Empfehlung. Spendiere Deinem Fahrzeug eine letzte gemeinsame Fahrt durch die Waschstraße, so können in einem die Felgen auf Hochglanz gebracht werden. Leichte Kratzer lassen sich wegpolieren. Innen helfen Sauger und Putztuch. Auch ein Blick unter die Motorhaube schadet nicht. Alte Blätter beseitigen, ein wenig den Motorblock und sichtbare Kabel vorsichtig säubern. Beim Verkaufspreis des Autos wird die Mühe belohnt.

Herausgeputzt kann das Auto nun ins private Fotoshooting, Dabei wird kein großes Foto-Setup benötigt. Die meisten Handykameras reichen völlig aus, um das Auto vor dem Verkauf richtig in Szene zu setzen. Achte auf verschiedene Perspektiven. Detailaufnahmen des Tachostandes, besondere Ausstattungsmerkmale, all dies sollte fotografiert werden. Genauso wie Dellen und Schäden. Das schafft Vertrauen und spart unnötige Diskussionen beim Verkauf Deines Autos.

In Kombination mit Deinen Bildern bringt der Text mögliche Käufer dazu, sich für Dein Auto zu begeistern. Ein interessant und sorgfältig geschriebener Fließtext ist dabei überzeugender als eine bloße Auflistung von Eckdaten. In dem Text können auch bereits Bedingungen für mögliche Probefahrten und den Verkauf (z. B. fester Preis oder Verhandlungsbasis) beschrieben werden. Auch Kontaktinfos können hier platziert werden. Bei Onlineportalen besteht zudem die Möglichkeit, die Konversation zum Verkauf des Autos ausschließlich über diese laufen zu lassen.

Bevor die Probefahrt beginnt, sollte eine Haftungs-Vereinbarung unterschrieben werden. Der ADAC hat hierfür ein entsprechendes Formular vorbereitet. Sollte der Probefahrer Schäden verursachen, muss er für etwaige Hochstufungen und Selbstbeteiligungen aufkommen. Ebenfalls sollte vor dem Beginn der Testfahrt der Führerschein des Probefahrers geprüft werden. Die Probefahrt selber sollte immer von Verkäufer und Interessent gemeinsam durchgeführt werden.

Für den Verkäufer ist es am Einfachsten, das Fahrzeug vor der Übergabe an den Käufer außer Betrieb zu setzen. Der Käufer müsste in dem Fall ein Überführungskennzeichen bei der Heimfahrt anbringen. Auch eine gemeinsame Ummeldung ist in Anschluss an die Probefahrt bei anschließendem Verkauf möglich. Bei der Ummeldestelle wird der neue Besitzer eingetragen. Der Verkäufer ist damit aus der Haftung raus. 

Einigst Du Dich mit einem Käufer, wird ein Kaufvertrag abgeschlossen. Der ADAC hat hierfür einen Standardvertrag aufgesetzt. Du bist verpflichtet, dem Käufer alle Dir bekannten Schäden anzugeben. Du solltest den Kaufvertrag ausfüllen. Dafür gleichst Du sowohl den Personalausweis als auch die Daten des Führerscheins ab. Entsprechend werden Name des Vertragspartners und die Nummern der Ausweise in beide Ausfertigungen des Vertrages eingetragen. Der Kaufpreis selbst sollte nur in Bar angenommen werden. Solltest Du Dir bei der Echtheit des Geldes unsicher sein, lass dies vor Kaufabschluss bei der Bank überprüfen. Erst wenn alle Vertragsdetails geklärt sind und das Geld übergeben wurde, erhält der Käufer den Fahrzeugbrief, die sogenannte „Zulassungsbescheinigung Teil II“. Die Verkaufsmeldungen sollten im Anschluss kopiert und an die Zulassungsstelle und Versicherungsgesellschaft geschickt werden.